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Eines der Lieblingszitate des Autors Ingo Denart stammt von Helen Hayes, einer im Jahre 1900 geborenen US-amerikanischen Schauspielerin:

"Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen.
Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt,
entdeckt man, dass man Flügel hat."

Doch erweckt es mehr und mehr den Eindruck, dass die Welt der Bücher leider immer weniger Kinder und Jugendliche zu begeistern vermag. Groß ist mittlerweile die Konkurrenz von Fernsehen, Computer und Gameboy geworden, welche Phantasie und Kreativität nur noch selten fordern und fördern. Dabei sind es oft Bücher, die Filmemacher inspirieren und als Vorlage für Kinohits oder Computerspiele dienen. Man bedenke, welch grandiose Welt Peter Jackson bei der Verfilmung des Hobbits auf die Leinwand gezaubert hat. Genau solche Bilder entstehen beim Lesen im eigenen Kopf! Und eine schier unerschöpfliche Auswahl an Büchern wartet darauf, die Leser auf immer wieder neue Abenteuer in ferne und phantastische Welten, ja sogar in die Vergangenheit und Zukunft zu entführen.

Ingo Denart stellt hier eine Auswahl an Kinderbüchern vor, von denen einige ihn schon in seiner Jugend fesselten (manche davon sind nur noch gebraucht erhältlich), aber auch erst kürzlich erschienene, die bereits jetzt das Zeug zum Kinderbuchklassiker haben, auch wenn es sicher schwer ist, aus dem Schatten der Erzählungen über den Zauberlehrling Harry Potter und anderer Bestseller heraus zu treten. Darum werden hier die ganz großen oder klassischen Autoren wie Astrid Lindgren, Otfried Preußler, Michael Ende, Erich Kästner, Mark Twain, Cornelia Funke, Enid Blyton auch (vorerst) weniger berücksichtigt.

Bei den Altersempfehlungen handelt es sich jeweils um eine persönliche Einschätzung von Ingo Denart, die nicht immer der Herstellerangabe entspricht. Auch ist er bemüht, je Autor immer nur ein Werk vorzustellen, welches ihm besonders am Herzen liegt.

Die Auswahl wird ständig erweitert, den Anfang macht
"Wir pfeifen auf den Gurkenkönig" von Christine Nöstlinger.

Die letzte Drachentöterin

von Jasper Fforde
Bastei Lübbe (2015)
ISBN-13: 978-3846600054
256 Seiten

Für LeserInnen ab 14 Jahren

Jennifer Strange ist 15 Jahre alt und Leiterin von Kazam, einer Agentur, die Zauberkundige vermittelt. Sie ist schwer beschäftigt und ist offenbar die Einzige, die in diesem Laden den Überblick behält. Sie muss sich tagein tagaus mit wunderlichen und sehr eigensinnigen Zauberern herumärgern. Doch ohne, dass diese es bemerken, hat Jennifer alle recht gut im Griff. Jennifer ist sympathisch, lieb und eine starke Persönlichkeit. Loyal kämpft sie für das, was ihr richtig erscheint. Mit großem Eifer stellt sie sich allen Herausforderungen, die das Leben für sie bereithält, fügt sich ihrem Schicksal und versucht, aus allem das Beste zu machen. An ihrer Seite ist immer ihr zauberhaftes Quarktier: Einschüchternd für andere, ein toller Freund für Jennifer. Es mischt gerne überall mit und hält mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg, wenn auch Jennifer die einzige zu sein scheint, die versteht was es sagt.

Die Charaktere in dieser Geschichte sind einfach wunderbar gestaltet. Man schließt alle schnell in sein Herz - die Geschichte war viel zu schnell vorbei. Die Sprache, der sich der Autor hier bedient, ist wunderschön: Selbst für Kinder verständlich spielt er mit Worten und zeichnet eine Welt mit extrem viel Liebe zum Detail.

Die Namen der Charaktere und der magischen Wesen sind sehr passend gewählt. Auch wenn manche sehr außergewöhnlich klingen, prägen sie sich selbst Kindern schnell ein. Gerade für Kinder entwickelt sich schnell ein Zauber, der sie nicht mehr loslässt.

Inzwischen auch erschienen:
Das Lied des Quarktiets
Jasper Fforde
ISBN-13:978-3846600238
Bastei Lübbe (2016), 256 Seiten

Das Auge des Zoltars
Jasper Fforde
ISBN-13: 978-3846600450
Knaur TB (2017), 368 Seiten

Die Insel der besonderen Kinder

von Ransom Riggs
Knaur TB (2013)
ISBN-13: 978-3426510575
416 Seiten

Für LeserInnen ab 14 Jahren

Während andere Großeltern ihren Enkelkindern abends am Bett Märchen vorlesen, erzählt Jacob's Großvater Abraham ihm unheimliche Geschichten aus den Erinnerungen seiner Vergangenheit. Immer wieder betont Abraham dabei, dass die Erzählungen wahr seien und belegt dies auch mit Fotos aus einer alten Truhe, die  fantastische Dinge zeigen, beispielsweise ein schwebendes Mädchen. Immer wieder drehen sich die Geschichten um Kinder mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, die auf einer Insel leben.

Jacob ist fest davon überzeugt, dass sein Großvater die Wahrheit erzählt. Als er jedoch davon in seiner Schule berichtet, wird er ausgelacht und gehänselt, so dass er sich nach und nach von seinem Großvater und dessen Geschichten distanziert und die alten Bilder als Fotomontage abtut. Als er 16 Jahre alt ist, verhält sich sein Großvater aber immer merkwürdiger. Abraham bekommt Todesangst vor unheimlichen Wesen, die ihn angeblich verfolgen und ihn tatsächlich eines Tages aufspüren. Als Jacob ihm zu Hilfe eilen will, ist es aber bereits zu spät. Die Vergangenheit seines Großvaters holt ihn ein, und Jacob bemerkt, dass er selbst eine besondere Gabe geerbt hat. Überzeugt davon, dass Abraham ihm doch die Wahrheit erzählt hat, begibt Jacob sich auf die Suche nach der Insel, auf der die besonderen Kinder in einer Art Zeitschleife versteckt werden; versteckt vor den unheimlichen Wesen, die sich leider unbemerkt an Jacobs Fersen geheftet haben...

Für mich gehört dieses Buch zu den absoluten Highlights des Fantasy-Genres, das selbst für Erwachsene äußerst unterhaltsam ist, man kann es einfach nicht aus der Hand legen. Auch ernsthafte und teilweise traurige Hintergründe werden dem Leser auf einfühlsame Weise näher gebracht. Die mystischen Fotos von Jacob's Großvater wurden im Buch abgedruckt und verleihen so der Geschichte eine schaurige Realität, die fast greifbar ist. Das Buch ist wunderschön aufgemacht - zu schade, dass die gebundene Ausgabe bereits vergriffen ist und zurzeit nur gebraucht und zu horrenden Preisen angeboten wird.

Inzwischen auch erschienen:
Die Stadt der besonderen Kinder
Ransom Riggs
ISBN-13: 978-3426653586
Knaur TB (2015), 480 Seiten

Die Bilbiothek der besonderen Kinder (ab 2. November 2016)
Ransom Riggs
ISBN-13: 978-3426520277
Knaur TB (2016), 544 Seiten

Oona Crate - Das Rätsel des schwarzen Turms

von Shawn Thomas Odyssey
Thienemann Verlag (2012)
ISBN-13: 978-3522183253
320 Seiten

Für LeserInnen ab 8 Jahren

New York, Ende des 19. Jahrhunderts: Die zwölfjährige Oona geht bei ihrem Onkel, dem obersten Magier, in die Lehre. Sie wohnen in der Dark Street, einer magischen Straße am Rande New Yorks. Das Tor zur Straße öffnet sich nur um Mitternacht für genau eine Minute, und nur Eingeweihte finden den Weg dorthin.

Neben ihr und ihrem Onkel leben im geheimnisvollen Pendulum Haus auch noch der Feenmann Sengulum und der sprechende Rabe Deakom. Doch insgeheim träumt Oona davon, Detektivin zu werden, und so muss sich ihr Onkel einen neuen Zauberlehrling suchen. Doch während die ersten Bewerber um diesen Posten eintreffen, wird Oonas Onkel von einem magischen Dolch getroffen - zurück bleibt nur sein leerer Mantel.

Nun muss Oona beweisen, dass eine Detektivin in ihr steckt. Gemeinsam mit Deakom beginnt sie mit ihren Recherchen nach dem Verbleib ihres Onkels und setzt alles daran, den Täter zu finden ... keine ungefährliche Aufgabe, die bis zum Ende spannend bleibt!

Der Autor stößt mit seiner Erzählung ein Tor zu einer neuen Welt voller magischer Geschöpfe auf. Die Hauptakteure sind sehr detailliert beschrieben, und überhaupt wurde dieses Kinderbuch mit sehr viel Liebe gestaltet: Das wunderschöne Buchcover alleine verlockt schon zum Kauf dieses Buches. Jeder Titel eines Kapitels ist mit den knorrigen Ästen eines Baumes umrahmt, und die Seitenzahlen schmückt eine Miniaturausgabe des Rabens Deakom. Ein fantastisches Leseabenteuer, das auch sicher unter Erwachsenen seine Freunde finden wird!

Inzwischen auch erschienen:
Oona Crate - Das dunkle Geheimnis des Orakles
Shawn Thomas Odyssey
ISBN-13: 978-3522183710
Thienemann Verlag (2014), 288 Seiten

5 Freunde - Sammeledition

von Enid Blyton
Bassermann Verlag (2012)
ISBN-13: 978-3809461982
3920 Seiten

Für LeserInnen ab 8 Jahren

Okay, ich weiß: Die berühmten AutorInnen wollte ich hier eigentlich nicht erwähnen und Enid Blyton gehört zweifellos dazu. Doch diese schöne Sammelausgabe verdient es, hier vorgestellt zu werden! Zumal der Preis von 50 Euro für ALLE 21 Bände (jeder Sammelband enthält jeweils drei Ausgaben), die von Enid Blyton selbst verfasst wurden, in meinen Augen unschlagbar ist. Alle folgenden Bände wurden von Ghostwritern geschrieben und fallen von der Erzählqualität deutlich ab.

Die Detektivgeschichten von Anne, George (eigentlich Georgina, aber diesen Namen hört sie nicht gern), Julius, Richard und ihrem vierbeinigen Freund Tim haben mich schon als Kind in ihren Bann gezogen. Immer wenn ich krank war, hat meine Mutter diese Bücher gekauft, und ich habe sie immer innerhalb eines Tages durchgelesen. Besonders schön finde ich, dass die originalen Zeichnungen, die der ursprünglichen Ausgabe einen besonderen Reiz verliehen haben, in dieser Ausgabe wieder zum Leben erwachen und einen in diese zeitlosen Abenteuer entführen. Besonders, wenn es um die Beschreibungen eines Picknicks, Frühstücks oder irgendeiner anderen Mahlzeit geht, läuft mir heute noch das Wasser im Mund zusammen ;-)

Die Bindung dieser Edition ist nicht die allerbeste, aber mit ein wenig Sorgfalt wird man lange Zeit Freude daran finden. Und die aneinandergereihten Buchrücken stellen im Bücherregal einen echten Augenschmaus dar.

Der Wind in den Weiden

von Kenneth Grahame (illustriert von Robert Ingpen)
Knesebeck Verlag (2012), ISBN-13: 978-3868734232, 224 Seiten

Für LeserInnen ab 7 Jahren

Auch nach mehr als einem Jahrhundert ist "Der Wind in den Weiden" immer noch eine wunderschöne Geschichte über die Freundschaft.
Dieser Klassiker, der trotz Disney-Verfilmung allmählich wieder in Vergessenheit gerät, handelt von vier possierlichen Tieren, die nicht nur menschliche Züge aufweisen, sondern auch Kleider tragen und ihre Behausungen mit behaglichen Möbeln ausgestattet haben.
Der Charakter der Protagonisten passt herrlich zur jeweiligen Tierart: Der scheue Maulwurf, die lebenstüchtige Wasserratte, der knorrig-ehrwürdige Dachs und der herzliche Kröterich, der aber aufgrund seiner anstrengend selbstverliebten Art die Freundschaft zu ihm immer wieder auf die Probe stellt.
Darüber hinaus pflegt der Kröterich, der ein beeindruckendes Herrenhaus bewohnt, einen verschwenderischen und selbstzerstörerischen Lebenswandel: Er ist geradezu versessen auf technische Errungenschaften wie Motorboote und teure Autos. Doch sein grenzenloser Übermut lässt ihn den Rat seiner Freunde ausschlagen, und so landet der Kröterich schließlich im Gefängnis.
Die Tochter des Kerkermeisters hat jedoch Mitleid mit der Kröte und verhilft ihr zur Flucht. Nach einigen Abenteuern erreicht der Kröterich sein Zuhause, welches in der Zwischenzeit von Mardern und Wieseln besetzt wurde, die ihn hämisch vom Hof jagen.
Nur mit den vereinten Kräften seiner Freunde gelingt es ihm, die zahlenmäßig weit überlegenen, aber feigen Marder und Wiesel zu vertreiben und sein Herrenhaus zurück zu erobern. Seine Abenteuer waren ihm Lehre genug, und letztendlich gelobt der Kröterich feierlich, sich zu bessern.

Mit persönlich gefällt die Ausgabe, die zum 80. Todestag von Kenneth Grahame im Jahr 2012 bei Knesebeck verlegt und mit vielen, sehr aufwendigen Farbillustrationen von Robert Ingpen versehen wurde am besten. Sie ist einfach wunderschön.

Belle und Sebastian

von Cécile Aubry
Franz Schneider Verlag (1968), 154 Seiten
Für Leser ab 8 Jahren

In einer Schutzhütte in den Bergen bringt eine Zigeunerin einen Sohn zur Welt - und stirbt bei der Geburt. Sebastian wird von einem Geschwisterpaar und deren Großvater aufgezogen. Am anderen Ende des Gebirges wird zur gleichen Zeit Belle geboren, eine wunderschöne Pyrenäen-Berghündin. Leider hat das stolze Tier viel Pech mit seinen wechselnden Besitzern und landet nach wenigen Jahren schließlich im Tierheim. Mehr und mehr verliert die intelligente Hündin das Vertrauen in die Menschen, bis sie die Gunst der Stunde nutzt und aus dem Tierheim ausbricht.

Die Hündin flieht in die abgelegenen Höhen der Berge und muss sich ihr Fressen im nahen Dorf stehlen, in dessen Nähe auch Sebastian lebt. Der Waisenjunge begegnet der scheuen Hündin in den Bergen - die zwei werden unzertrennlich.  Doch das riesige Tier flöst den Dorfbewohnern Angst ein, sie wollen es jagen und erschießen.

Ausgerechnet der kleine Sebastian, der selbst bei den übrigen Dorfkindern als Zigeunerjunge einen schweren Stand hat, stellt sich gegen die gesamte Dorfgemeinschaft, gegen Dummheit, Gewalt und Unrecht und ist bereit, seine Belle gegen alle zu verteidigen.

Dem wunderschönen Buch, in dem auch die Beschreibung der wilden Natur der Berge nicht zu kurz kommt, folgten noch zwei weitere:

  • Belle und Sebastian - Das Geheimdokument
  • Belle und Sebastian finden eine neue Heimat

Die Bücher sind nur gebraucht erhätlich (abgesehen vom Buch zum Film, das 2013 erschien). Man muss ein wenig die Augen aufhalten, sie wurden später als Serie im Fernsehen ausgestrahlt und 2013 neu verfilmt. Die Originale von Cécile Aubry aus den Jahren 1968 und 1969 sind daher recht begehrt und selbst in weniger gutem Zustand verhältnismäßig teuer.

Nelly, Hans und Frieder

von Irmgard Laarmann
Thienemann (1956) ASIN: B0000BKN6G, 222 Seiten
Für Leser ab 8 Jahren

Die Kinderbücher von Irmgard Laarmann sind ein Beweis dafür, dass man spannende Geschichten auch ganz ohne Hexen, Magier und Drachen erzählen kann. Das beste Beispiel hierfür ist die Geschichte von Nelly, Hans und Frieder, in der man eine Zeitreise in die Kindheit von 1956 unternehmen kann. Sie ist einfach aus dem Leben gegriffen, und genau deshalb so glaubhaft und spannend:

Die kleine Nelly zieht mit ihrem Vater und ihrer Tante von der Stadt aufs Land. Dort leben sie nun in einem alten Haus, welches gleichzeitig auch ein Museum ist. Es wurde früher von einem berühmten Komponisten bewohnt.

Nach wenigen Tagen lernt sie Hans und seinen Kumpel Frieder kennen, beide sind berüchtigt für ihre Streiche, und verbringt viel Zeit mit ihnen. Mit Hans verbindet sie bald schon eine ganz besonders tiefe Freundschaft. Hans wohnt bei seiner Großmutter. Als deren Medaillon verschwindet, gerät Hans unter den Verdacht, es gestohlen zu haben.

Aus Angst, die Großmutter könne Hans verstoßen, beginnt Nelly Nachforschungen über das verschwundene Medaillon anzustellen, denn natürlich ist sie von der Unschuld ihres besten Freundes überzeugt. Bei ihren Recherchen gerät sie in die uralte Fehde mit den Jungs aus dem verfeindeten Nachbardorf, die letztlich in der "Schlacht" auf dem Kappelberg endet. Doch auch Einzelschicksale der Menschen im Dorf bleiben dem Mädchen nicht verborgen, und durch ihr großes Herz bereitet sie mehr als nur einmal den Sorgen ein Ende.

Dieses Kleinod von Kinderbuch ist in gutem Zustand mit etwas Glück für wenige Euro im Internet oder einem Antiquariatat noch erhältlich. Verlegt wird es leider nicht mehr.

Axel aus der Himmelsgasse

von Eva Malmström
Boje Verlag (1960) ASIN: B0000BL9V0, 163 Seiten
Für Leser ab 8 Jahren

An dieser Stelle möchte ich mal wieder ein Buch aus meiner eigenen Kindheit vorstellen. Es wird zwar nicht mehr verlegt, ist aber dennoch für kleines Geld in manch einem Antiquariat erhältlich.

Dieses Buch ist wirklich ein kleines Juwel! Es handelt von zwei Jungen, die in Göteborg aufwachsen: Axel und Knut. Axel ist ein eher ängstliches Kind und hat oft mit Schmerzen im Bein, der Folge einer Kinderlähmung, zu kämpfen. Knut dagegen steckt voller Lebensfreude und Unerschrockenheit, obwohl er blind ist. Dies beeindruckt Axel sehr und hilft ihm, seine Schmerzen und seine Ängstlichkeit zu überwinden.

Die beiden werden beste Freunde und Axel zeigt Knut die Welt mit seinen Augen. Eine wunderschöne Geschichte, die einen oft nachdenklich werden lässt. Und was zum Schmunzeln ist: In einer Fußnote wird erwähnt, dass Astrid Lindgren eine schwedische Autorin ist, von der ebenfalls schon Kinderbücher ins Deutsche übersetzt wurden...

Hexen hexen

von Roald Dahl
ISBN-13: 978-3499212109, 208 Seiten

Für Leser ab 10 Jahren
(nichts für zart besaitete Kinder)

Ich gebe zu, die Auswahl meiner letzten Kinderbuchempfehlungen ist ein wenig spuk- und grusellastig. Aber sind es nicht genau jene Geschichten, die uns in der eigenen Kindheit in ihren Bann geschlagen haben? Der fiktive Spuk gewinnt vor dem geistigen Auge eine eigene Realität - wie es kein Film vermag. So auch in "Hexen hexen" von Roald Dahl, obwohl die Verfilmung dieses Kinderbuchs wirklich gelungen ist. Doch nun zum Buch:

Das wirklich hinterhältige an echten Hexen ist, dass man sie nur schwer erkennen kann, ganz anders als in den Märchen. Und echte Hexen hassen Kinder, so besteht dann auch ihre einzige Aufgabe darin, Kindern aufzulauern, sie zu verzaubern oder gar auf mysteriöse Weise ganz verschwinden zu lassen.

Der namenlose Held dieser Geschichte ist ein kleiner Junge, dessen Eltern bei einem Autounfall ums Leben kommen und der von seiner Großmutter aufgenommen wird. Diese erzählt ihm von fünf Kindern, für deren Verschwinden Hexen verantwortlich sind. Um ihren Enkel vor dem gleichen Schicksal zu bewahren, lehrt sie ihn, wie man echte Hexen erkennen kann. Aufgrund dieses Wissens widersteht ihr Enkel wenig später den Schmeicheleien einer Hexe. Als er mit seiner Großmutter Urlaub in einem Hotel an der Küste macht, gerät er in eine riesige Hexenverschwörung, die alle Kinder Englands mit einem neuartigen Zaubertrank vernichten will...

Das Buch bietet nach einer etwas zähen, aber notwendigen Einführung in die Welt der Hexen viel Spannung, Kindern wird dabei schon einiges an Gruselfaktor zugemutet. So ist es - nicht nur wegen Roald Dahls Wortwitz - auch für Erwachsene sehr lesenswert.

Lockwood & Co.

von Jonathan Stroud
Bd. 1 "Die seufzende Wendeltreppe"
ISBN-13: 978-3570156179, 432 Seiten

Bd. 2 "Der wispernde Schädel"
ISBN-13: 978-3570157107, 512 Seiten

Bd. 3 "Die raunende Maske"
ISBN-13: 978-3570159637, 464 Seiten

Für Kinder ab 12 Jahren
(Der Gruselfaktor ist trotz allen Humors nicht unerheblich)

Liebhaber von Gruselgeschichten sind hier genau richtig: Großbritannien leidet unter einer Geisterepidemie und seit Jahrzenten geht nachts in den Straßen das Grauen um!

Beginnend in London, erzählt Jonathan Stroud die Abenteuer der "Agentur" Lockwood & Co., eine der vielen Geisterjägeragenturen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, heimgesuchte Orte von ihrem Spuk zu befreien. Bei diesen hochgefährlichen Unternehmungen riskieren die Agenten trotz des Einsatzes von Leuchtbomben, Bannkreisketten und ihren Degen nicht selten ihr Leben, denn die Berührung durch einen Geist endet tödlich!

Da Erwachsene die Geister nicht wahrnehmen können, besteht das Agententeam von Lockwood & Co. - wie alle anderen Agenturen auch - aus Jugendlichen: Anthony (von allen nur Lockwood genannt) dem Chef des sympathischen und etwas chaotischen Trios, George (einem Recherchegenie) und der hochsensiblen Lucy, aus deren Sicht auch die Geschichte erzählt wird:

Bei einem "Einsatz" von Lockwood & Co. geht alles schief, was nur schief gehen kann und schließlich brennt sogar das Haus ab, aus dem eigentlich ein Geist vertrieben werden sollte. Um den entstandenen Schaden ersetzen zu können, nimmt die Agentur einen höchst dubiosen und riskanten Auftrag an ...

Erzählt wird diese Spukgeschichte im typisch morbiden Stil von Jonathan Stroud, dem es wie immer nicht an schwarzem Humor und Hochspannung mangelt. Ein Jugendbuch, was aber aufgrund dieser Erzählweise sicher auch unter Erwachsenen viel BeGEISTERung auslösen wird. Gleiches gilt auch für die Fortsetzung: Beide Bücher sind in sich abgeschlossen, so dass die Wartezeit bis zur nächsten Neuerscheinung dieser Serie erträglich ist!

Das Geheimnis der großen Schwerter

von Tad Williams
Bd. 1 "Der Drachenbeinthron"
ISBN-13: 978-3608938661, 976 Seiten

Bd. 2 "Der Abschiedsstein"
ISBN-13: 978-3608938678, 891 Seiten

Bd. 3 "Die Nornenkönigin"
ISBN-13: 978-3608938685, 863 Seiten

Bd. 4 "Der Engelsturm"
ISBN-13: 978-3608938692,  889 Seiten

Für Kinder ab 12 Jahren
(aufgrund des Umfangs und der vielen Handlungsstränge der Erzählung)

Seitdem ich als Kind den "Hobbit" und den "Herrn der Ringe" gelesen habe, hat mich das Fantasyfieber gepackt und nie wieder richtig losgelassen. Immer auf der Suche nach etwas Vergleichbarem, bin ich oft auf Buchkritiken wie "Der neue Tolkien" oder ähnliche Rezensionen hereingefallen. Die Bücher waren zwar gut, aber Tolkiens Schreibkunst haben sie meist nicht ansatzweise erreicht.

Anders verhielt es sich dann, als ich den ersten Band "Der Drachenbeinthron" von Tad Williams vor langer Zeit in den Händen hielt. Die ersten 100 Seiten sind etwas zäh, was dem Umstand geschuldet ist, dass Tad Williams hier die Welt "Osten Ard" beschreibt. Damit schafft er aber für die weitere Handlung einen historischen Hintergrund, der eine ähnliche Erzähltiefe hervorbringt, wie dies bei Tolkien der Fall war. Doch nun zum Inhalt:

Die Geschichte erzählt vom 15jährigen Küchenjungen Simon, der auf dem Hochhorst - der Königsburg - ein eher nutzloses Dasein fristet. Er ist ein wenig faul und treibt sich lieber auf der Burg herum, als seiner Arbeit nachzugehen. Dabei erfährt er allerdings Dinge, die nicht für die Ohren eines Küchenjungen bestimmt sind. Als er auf seinen Streifzügen den vermisst geglaubten Bruder des Königs als Gefangenen im Kerker der Burg entdeckt, steht er bereits unter dem Schutz des Zauberers Morgenes. Beide verhelfen dem Prinzen zur Flucht, wobei Morgenes ums Leben kommt und Simon gezwungen wird, seine vertraute Heimat zu verlassen, da er nun selbst zum Gejagten böser Mächte und des Sturmkönigs Ineluki geworden ist.

Er flieht auf die sicher geglaubte Burg Naglimund, doch dort nimmt das ganze Abenteuer erst seinen Lauf.

Wir pfeifen auf den Gurkenkönig

von Christine Nöstlinger
ISBN-13: 978-3407742544, 192 Seiten
Für Kinder ab 8 Jahren

Das Kürbis-Gurken-Kronen-Ding verneigte sich vor uns, schlug die dünnen Beinchen übereinander und sprach mit tiefer Stimme: "Wir heißt Königs Kumi-Ori das Zweit, aus dem Geschlecht der Treppeliden!"

Mit diesen Worten platzt der von seinen Untertanen vertriebene Gurkenkönig in das Leben der Familie Hogelmann und bittet um politisches Asyl. Der widerlich autoritäre Kellerkönig ist zudem auch gemein und hinterlistig, so kommt es zu einem Riesenkrach in der sechsköpfigen Familie. Christine Nöstlinger erzählt aus der Perspektive des zwölfjährigen Wolfgang Hogelmann, was alles passieren muss, um den Familienfrieden wiederherzustellen. Auf humorvolle Art und Weise bringt sie den Lesern zwischen den Zeilen das Verständnis von Gesellschaft, Demokratie und Gerechtigkeit näher und wurde dafür schon 1973 mit dem deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet.

Nach dem Lesen dieses Buchs hätte es mich damals - ich war gerade sieben - kein bisschen verwundert, wenn mir auch in unserer Küche ein Gurkinger über den Weg gelaufen wäre ;-)

Meg Finn und die Liste der vier Wünsche

von Eoin Colfer
ISBN-13: 978-3548604732, 240 Seiten
Für Kinder ab 10 Jahren

Diese Geschichte bietet skurillen Humor im Überfluß: Nicht nur, dass Beelzebub und der heilige Petrus per Handy in Kontakt stehen, im ganzen Jenseits - ganz gleich ob Himmel oder Hölle - kommt Hightech zum Einsatz. Doch dies nur am Rande, im Wesentlichen dreht sich die Handlung um eine vierzehnjährige Kriminelle. Meg Finn kommt bei einem ihrer krummen Dinger ums Leben, und zwischen Himmel und Hölle entbrennt ein Wettstreit um ihre Seele.
Um sich den Eintritt ins Paradies zu verdienen, wird sie auf die Erde zurückgeschickt. Sie soll ausgerechnet ihr letztes Einbruchsopfer, einem verlotterten Rentner, dabei helfen, die vier wichtigsten Wünsche seines Lebens zu erfüllen. Und als wäre das noch nicht schwer genug, hetzt ihr die Unterwelt auch noch den Höllenhund auf die Fersen!

Ein überaus witziges Buch, mit einer frechen und geistreichen Hauptdarstellerin, was nachdenklich macht, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Nicht nur darum auch für Erwachsene absolut empfehlenswert!

Weitere empfehlenswerte Bücher von Eoin (sprich Owen) Colfer: Die Artemis Fowl- und die Tim und Marty-Reihe.

Die Bartimäus-Trilogie

von Jonathan Stroud
Bd. 1 "Das Amulett von Samarkand" ISBN-13: 978-3570127759, 544 S.
Bd. 2 "Das Auge des Golem" ISBN-13: 978-3570127766, 672 Seiten
Bd. 3 "Die Pforte des Magiers" ISBN-13: 978-3570127773, 608 Seiten
Bd. 4 "Der Ring des Salomo" ISBN-13: 978-3570139677, 480 Seiten
Für Kinder ab 10 Jahren

„Einmal verlangte ein Zauberer von mir, ihm seine große Liebe zu zeigen. Ich hielt ihm einen Spiegel vor." (Bartimäus)

Bartimäus, ein 5000 Jahre alter Dschinn der vierzehnten Klasse, hat schon vieles erlebt und jetzt das! Er wird von einem zwölfjährigen Bürschchen beschworen, und der junge Zauberer Nathanael macht beim Beschwörungsritual leider nicht den geringsten Fehler! So muss der uralte Geist nach dessen Pfeife tanzen und schon der erste Auftrag stellt selbst für einen Dschinn wie ihn eine schwer lösbare Aufgabe dar: Er soll das Amulett von Samarkand stehlen, welches sich im Besitz eines der mächtigsten Zauberer Englands befindet. Nathanael hat nicht den blassesten Schimmer, wie gefährlich und mächtig dieses Artefakt ist. Und auch wenn Bartimäus unfreiwillig in den Diensten des jungen Zauberlehrlings steht, wird aus den beiden nach und nach ein Team, das bald in einen Strudel gefährlicher Ereignisse verstrickt wird. Dabei schließt man schnell den sarkastischen, ja teilweise sogar boshaften Bartimäus ins Herz und aus dem ängstlichen, verschlossenen Nathanael wird bald ein mutiger Junge, der sich gegen das Böse zu behaupten vermag.

Zahlreiche Fußnoten mit herrlich bissigen Bartimäus-Kommentaren ergänzen die Erzählung mit Hintergrundwissen und Erinnerungen aus seinem langen Dasein und überhaupt wird die Geschichte großteils aus der Ich-Perspektive des Dschinns erzählt. Der Autor beweist, dass man selbst aus alten und scheinbar abgenutzten Themen etwas völlig neues hervorbringen kann - und das Ganze noch in einem aberwitzigen Erzähltempo, dass einem beinahe die Luft wegbleibt!

Weitere empfehlenswerte Bücher von Jonathan Stroud: Lockwood & Co Bd. 1 "Die Seufzende Wendeltreppe" und Bd. 2 "Der Wispernde Schädel".

Fabelheim

von Brandon Mull
Bd. 1 "Fabelheim" ISBN-13: 978-3442266975, 368 Seiten
Bd. 2 "Die Gesellschaft des Abendsterns" ISBN-13: 978-3442268207, 448 S.
Bd. 3 "Die Schattenplage" ISBN-13:  978-3442268801, 448 Seiten
Bd. 4 "Die Zuflucht der Drachen" ISBN-13: 978-3442269358, 512 Seiten
Bd. 5 "Im Kerker der Dämonen" ISBN-13: 978-3764530921, 560 Seiten
Für Kinder ab 8 Jahren

"Trinkt die Milch!" steht in einem Tagebuch, welches Kendra und Seth bei ihren Großeltern entdecken, wo sie gezwungenermaßen die Ferien verbringen. Sie ahnen nicht, dass ihr Großvater der Hüter von Fabelheim ist, einer letzten Zufluchtstätte für magische Kreaturen aller Art. Der alte Stan Sorensen sorgt mit Hilfe uralter Gesetze dafür, dass der Friede in Fabelheim gewahrt bleibt.

Vom Beginn der Ferien sind die Kinder alles andere als begeistert, doch als sie von der Milch trinken, die einer der Hausangestellten heimlich draußen im Garten abstellt, ändert sich plötzlich alles: Anstelle von Schmetterlingen, Vögeln und Libellen sehen die Kinder plötzlich Elfen. So wird aus dem anfangs langweiligen Urlaub ein spannendes Abenteuer. Doch als Seth aus Versehen eines der Gesetze von Fabelheim bricht, wird etwas unvorstellbar Böses freigesetzt. Nur die Kinder können ihre Familie, Fabelheim und vielleicht sogar die ganze Welt vor dem Untergang bewahren.

Diese Fantasy-Geschichte liest sich wie ein Märchen: Sie ist voller Magie, geheimnisvoller Fabelwesen, steckt voller Überraschungen und entführt selbst Erwachsene in eine Traumwelt!

Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt

von Boy Lornsen
ISBN-13: 978-3522111805, 256 Seiten
Für Kinder ab 8 Jahren

"Klick - Klick!" Dieses typische Geräusch zeichnete Robbi, einen Roboter aus der dritten Klasse der Robotschule schon in der Fernsehserie aus, die ursprünglich vom WDR ausgestrahlt wurde. Sie stammt übrigens von Armin Maiwald, dem Erfinder der Sendung mit der Maus.

Bereits als kleiner Junge habe ich die Fernsehserie mit Spannung verfolgt; ich erinnere mich noch heute, wie ich zappelig auf die nächste Folge gewartet habe. Marionetten und andere Puppen wurden mit realen Landschaftsaufnahmen kombiniert und verliehen dieser Serie dieses besondere Etwas, was damals noch nie dagewesen war. Doch zum Buch ...

... welches ich erst viel später gelesen habe: Es ist noch besser als der Film, denn viele Details fehlen dort oder wurden abweichend erzählt. Der Roboter ROB 344–66/IIIa - kurz Robbi genannt - muss drei Aufgaben lösen, um seine Roboterprüfung zu bestehen. Hierfür darf er einen menschlichen Freund um Hilfe bitten. So wählt der sympathische Blechkasten Tobias Findeisen aus, kurz Tobbi genannt, einen Erfinder, der ebenfalls die dritte Klasse besucht. Dieser hat das Fliewatüüt erfunden, ein Fahrzeug, das "flie"gen kann wie ein Hubschrauber, wie ein Boot auf dem "Wa"sser schwimmt und Räder zum Fahren auf der Straße hat es auch, daher das "tüüt". Betrieben wird es mit Himbeersaft von Tante Paula, der später durch Lebertran ersetzt wird. Robbi hat das Fliewatüüt nach den Plänen des Jungen nachgebaut. Und so begeben sich die beiden auf die Reise, um die drei Aufgaben der Roboterprüfung zu lösen:

1) Wieviele Treppenstufen hat der schwarz-gelb-geringelte Leuchtturm?
2) Wer steht am Nordpol und fängt mit "Z" an?
3) Suche die dreieckige Burg mit den dreieckigen Türmen und ergründe ihr Geheimnis!

Das kleine Volk

von Steve Augarde
Das kleine Volk - ISBN-13: 978-3401057972, 456 Seiten
Der Elfenwald - ISBN-13: 978-3401502816, 456 Seiten
Heimkehr ins Elfenreich - ISBN-13: 978-3401058665, 448 Seiten
Für Kinder ab 12 Jahren

Vor ein paar Jahren entdeckte ich dieses Buch in einer kleinen Buchhandlung. Das Cover gefiel mir auf Anhieb, aber der Titel verhieß einmal mehr eine Geschichte über Elfen - wie sonst sollte man den Titel "Das kleine Volk" wohl verstehen? Nicht, dass ich etwas gegen Geschichten über Elfen hätte, schließlich spielen die Eiselfen ja auch in Winterland eine wichtige Rolle. Aber ich wollte mich auch nicht zu sehr in meiner eigenen Vorstellung beeinflussen lassen.

"Ein wunderschönes Buch!" strahlte mich die Verkäuferin an, und da ich Stammkunde in dieser Buchhandlung bin, vertraute ich ihr blind - ich habe es nicht bereut! Es ist viel anspruchsvoller geschrieben, als einer der immer häufiger werdenden Fließband-Fantasy-Romane. Mit sehr viel Liebe zum Detail und sehr einfühlsam beschreibt Steve Augarde seine Welt und seine Charaktere: Die kleine Midge verbringt ihre Ferien bei ihrem Onkel auf dem Land, da ihre Mutter als Musikerin viel unterwegs ist. Dort entdeckt sie in einer Scheune Pegs - ein geflügeltes Pferd! Doch Pegs ist schwer verletzt. Es stammt aus dem uralten, verwilderten Wald, der zum Bauernhof ihres Onkels gehört. Dort leben auch Elfen, doch zwischen den einzelnen Stämmen des kleinen Volks herrscht alles andere als Eintracht, aber Menschen hassen sie noch mehr. So sind sie dann auch nicht gerade begeistert, als Midge mit Pegs in ihrem Wald auftaucht ... und als Midge erfährt, dass ihr Onkel den Wald verkaufen muss, wird alles noch komplizierter.

Obwohl es sich nun beinahe so anhört - diese Geschichte bedient nicht die üblichen Klischees (und ist an manchen Stellen sogar auf subtile Weise recht gruselig): Midge ist ein ganz normales Mädchen aus London, was sich auf dem Land erst zurechtfinden muss, und die Elfen sind eher kriegerisch als niedlich oder gar verspielt. Wie die Menschen haben auch sie ihre eigenen Sorgen und Fehden. Manche Handlungsstränge des ersten Bandes wurden nicht gänzlich abgeschlossen und ich war froh, als später noch die ebenso großartigen Fortsetzungen erschienen!

Band 1: Winterland

Band 2: Die Rückkehr